Frauenärztin Dr. Friederike Gaudig, Berlin, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Beratung von Mädchen, Teenagern, Frauen mittleren Alters, Männern, Kinderwunschbehendlung, Schwangerschaftsbegleitung, Pränatale Diagnostik, Mutterschaftsvorsorge, Wechseljahre, Amalgam Belastungstest
 

Kinderwunsch

Die Fortpflanzung und Fruchtbarkeit erscheint so einfach,ist aber eine Reihe verketteter glücklicher Umstände.

Allgemeines
Fit für die Schwangerschaft
Wenn das Wunschkind auf sich warten lässt...
Diagnostikauswahl

Allgemeines

Die Fortpflanzung und Fruchtbarkeit erscheint einfach, ist aber eine Reihe verketteter glücklicher Umstände. Treten bei einem Schritt Probleme auf, können die biologischen Abläufe nicht oder nur verzögert statfinden und das erhoffte Ergebnis stellt sich nicht ein.

Eine Schwangerschaft kann nur entstehen, wenn befruchtungsfähige Spermien auf eine befruchtungsfähige Eizelle treffen. Der günstigste Zeitpunkt im natürlichen Zyklus liegt zwischen dem 9.und 15. Zyklustag (bei einem 28-Tage-Zyklus der Frau). Sollte es nicht gleich mit einer Schwangerschaft klappen, ist dies normal. Wartezeiten bis zu einem Jahr und darüber hinaus sind möglich.

Die fruchtbaren Tage lassen sich mit etwas Geduld und Ausdauer selbst erkennen, auch apparative und technische Hilfmittel bieten Unterstützung. Hier eine kleine Auswahl:

  • Kalendermethode
  • Schleimmethode
  • Test für die Bestimmung des Eisprungs
  • Computer ( z. B. Persona®)
  • Ultraschall.

In einem persönlichen Gespräch erläutern wir Ihnen gern diese Möglichkeiten näher.

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Fit für die Schwangerschaft

Wird ein Kind erwartet leben viele Mütter und Väter gesünder, hören vielleicht auf zu rauchen oder Alkohol zu trinken.Bereits die Ei-und Samenzellen "lieben" Gesundes. Einseitige Ernährung, Genussgifte, zuviel Stress können der Fruchtbarkeit schaden. Die Fortpflanzungsfähigkeit kann also von Mann und Frau unterstützt und verbessert werden. Besonderen EInfluss haben

  • Stress
  • Rauchen
  • Kaffee, Tee und andere koffeinhaltige Getränke im Übermass
  • Alkoholkonsum
  • Schwermetalle wie Blei, Cadmium oder Quecksilber
  • manche Medikamente
  • starkes Übergewicht und starkes Untergewicht
  • Überhitzung des Hodens.

Besonder wichtig ist der Schutz gegen Röteln. Eine Ansteckung während der Schwangerschaft kann das Ungeborene schwer schädigen bzw. absterben lassen. Für jede Frau mit Kinderwunsch, unabhängig vom Zeitpunkt der Realisierung, ist es wichtig, sich rechtzeitig testen und ggf. impfen zu lassen.

Zur Vorbeugung gegen Neuralrohrdefekte und andere Missbildungen ist die Einnahme von Folsäure empfehlenswert. Folsäure ist ein wasserlösliches Vitamin, dass z.B. in dunklem Blattgemüse und Hülsenfrüchten in hoher Konzentration vorkommt. Am sichersten ist die Steigerung der Zufuhr durch Folsäuretabletten möglich. Wir beraten Sie gern und umfangreich dazu. Ausserdem ist die Ergänzung mit Jod notwendig, da Deutschland zu den Jodmagelgebieten zählt.
Die genaue Bestimmung, des für Sie geeigneten Präparates wird in einem persönlichen Gespräch vorgenommen.

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Wenn das Wunschkind auf sich warten lässt.....

... kann dies verschiedene Ursachen haben. Dazu zählen u.a. Infektionen bei der Frau und Mann (z.B.Chlamydieninfektion), verringerte Spermienanzahl, auch psychische Gründe sind möglich. Die genaue Feststellung der Ursache der "Unfruchtbarkeit" wird bei Ihrem Arzt/Ärztin durchgeführt. Männer werden eher vom Facharzt für Urologie oder Andrologie betreut, Frauen von ihrem Frauenarzt.

Für Ihr Gespräch beim Frauenarzt ist eine gute Vorbereitung notwendig. Dabei spielt die Krankengeschichte beider Partner eine grosse Rolle. Natürlich können auch Sie Fragen stellen, die nicht nur diagnostisch-therapeutische Probleme betreffen, sondern auch Unsicherheiten und Ängste sollten zur Sprache gebracht werden. Da diese Gespräche Zeit in Anspruch nehmen, möchte ich Sie bitten, sich beim Anmelden der Helferin mit Ihrem Problem anzuvertrauen und den dafür vorgesehenen Termin zu vereinbaren.

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Diagnostikauswahl

Die diagnostischen Massnahmen erfolgen schrittweise und nehmen eine gewisse Zeit in Anspruch. Dabei sollten beide Partner untersucht werden.

Bei der Frau wird neben dem Ansehen und Abtasten der Genitalorgane eine sonografische Untersuchung der wichtigen Geschlechtsorgane durchgeführt. Dabei werden Auffälligkeiten der Beckenorgane erkennbar und die zyklische Veränderung der Gebärmutterschleimhaut kann beobachtet und beurteilt werden, ebenso die Eierstöcke. Besteht ein Verdacht auf Schädigung der Eileiter, wird ein weiteres bildgebendes Verfahren angewendet. Eine kontrastgebende Flüssigkeit wird in die Gebärmutterhöhle über die Scheide eingegeben und soll sich über den Eileiter weiter verteilen. Dies gibt Aufschluss über die Durchgängigkeit der Eileiter und über Veränderungen in und an der Gebärmutter. Operativ kann eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) durchgeführt werden, z.B. um Verwachsungen zu lösen.

Beim Mann erfolgt ebenfalls die Untersuchung der Genitalorgane als Tastbefund und sonografischer Befund. Das Ejakulat (Samenerguss) wird auf Vorhandensein, Anzahl, Gestalt und Beweglichkeit von Samenzellen untersucht.(Das gilt nicht als vollständige Angabe der sehr differenzierten Ejakulatuntersuchung).

Über Risiken und Belastungen dieser und weiterführender Untersuchungen werden Sie jeweils vorher aufgeklärt und beraten.

Nach den Untersuchungen und in Abhängigkeit von deren Ergebnissen kommen verschiedene medizinische Therapien in Frage:

Methode

Indikation = Grund der Anwendung

Zyklusmonitoring

Erfassen des Eiprungs im nichtstimulierten Zyklus

Hormontherapie

Hormonungleichgewicht, Eireifungsstörungen, Gelbkörperschwäche

Samenübertragung (Insemination)

mässig eingeschränkte Samenqualität, Antikörper gegen Samenzellen, Störungen der Cervix, unerklärbare Sterilität

IVF (In-vitro-Fertilisation)

Probleme der Eileiter, verminderte Samenqualität

ICSI (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion)

stark eingeschränkte Samenqualität

TESE/MESA (operative Spermiengewinnung)

keine Samenzellen im Ejakulat,Verschluss der Gefässe

GIFT (intratubarer Gametentransfer)

unerklärbare Sterilität

Eine Schwangerschaft nach Kinderwunschbehandlung ist nicht gleichzusetzen mit der Geburt eines Kindes. Bei einer Schwangerschaft bestehen die Risiken einer Fehlgeburt und einer extrauterinen Eieinnistung(Eileiterschwangerschaft).

Die Kosten für die Untersuchungen und die Massnahmen werden bei den Gesetzlichen Krankenkassen derzeit verhandelt und nur teilweise übernommen. Bei den Privaten Krankenkassen ist der abgeschlossene Vetrag meist gültig.

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