Frauenärztin Dr. Friederike Gaudig, Berlin, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Beratung von Mädchen, Teenagern, Frauen mittleren Alters, Männern, Kinderwunschbehendlung, Schwangerschaftsbegleitung, Pränatale Diagnostik, Mutterschaftsvorsorge, Wechseljahre, Amalgam Belastungstest
 

Schwangerschaft

Liebe Schwangere, ich freue mich mit Ihnen über Ihre Schwangerschaft und möchte Ihnen auf den folgenden Seiten einige begleitende Informationen über den Verlauf der Betreuung Ihrer Schwangerschaft und des Wochenbettes geben.

Mutterschaftsvorsorge
Pränatale Diagnostik
Was man sonst noch so wissen kann...

Mutterschaftsvorsorge

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen bei einer Frauenärztin oder beim Frauenarzt

  • Bis etwa zur 30. Schwangerschaftswoche alle 4 - 5 Wochen, danach 2 - 3 Wochen bis zum Geburtstermin, bei unauffälligem Schwangerschaftsverlauf.
  • Verschiedene Blutentnahmen und Laboruntersuchungen.
  • Die 3 gesetzlich vorgeschriebenen Ultraschall - Kontrollen sind zu folgenden Zeiträumen vorgesehen:
    • 9.-12. Woche zur Festlegung des Geburtstermins,
      ggf. Erkennen von groben Fehlanlagen am Kind
    • 19.-22. Woche Organdiagnostik
    • 29.-32. Woche Wachstumskontrolle des Kindes,
      ggf. Entwicklungen im Verlauf der Schwangerschaft

Ich wünsche Ihnen eine schöne und angenehme Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett!

illustration

Pränatale Diagnostik

  • Chorionzottenbiopsie

ist eine Untersuchung durch Biopsie des Choriums (der späteren Nachgeburt). Es ist vor allem bei bekannten genetischen Erkrankungen indiziert, die aber sehr selten vorkommen.

  • Amnionzentese

ist die Untersuchung des Fruchtwassers, welches durch Punktion über die Bauchdecke der Mutter gewonnen wird. Wegen des invasiven Eingriffes wird die Indikation dazu kritisch gestellt. Vorwiegend wählen diese zusätzliche Information über den Zustand des Kindes (aus genetischer Sicht) ältere Schwangere. Diese Massnahme ist immer eine Einzelfallentscheidung und muss zum Risiko des Eingriffs abgewogen werden.

  • Triple-Test

Beim Triple-Test werden drei Laborparameter aus dem Blut der Mutter bestimmt (Estriol, ß-HCG, AFP), die der Einschätzung des Risikos für ein Kind mit Down-Syndrom (Trisomie 21) oder Neuralrohrdefekt (Spina bifida) dienen. Die Häufigkeit der Erkrankung korreliert mit dem mütterlichen Alter. Ein Kind mit dieser chromosomalen Erkrankung leidet an komplexen Missbildungen und Entwicklungsverzögerungen mit unterschiedlichem Schweregrad. Die Blutabnahme zur Berechnung des Risikos muss zwischen der 14.und 18. Schwangerschaftswoche erfolgen.

  • NT-Messung

ist eine aus Grossbritanien kommende Messung der "Nackenfalte" in Verbindung mit einer Hormonbestimmung. Die Untersuchung hat ein Deutschland unterschiedliche Resonanz, nachdem viele Untersucher vor allem die Zuverlässigkeit der Messtechnik kritisieren. Sie kann auf Wunsch ein zusätzliches Besimmungskriterium sein.

  • Organdiagnostik (20.-22. Schwangerschaftswoche)

Bei unklaren Befunden oder dem Verdacht auf eine Fehlentwicklung des Kindes, besteht die Möglichkeit diese Befunde mit speziellen Ultraschallgeräten und einer besonderen Qualifikation in Schwerpunktpraxen abzuklären.

illustration

Was man sonst noch so wissen kann....

In der Schwangerschaft kann es zu einer gesunden Gewichtszunahme von etwa 10 kg kommen. Je höher das Ausgangsgewicht der Mutter ist, um so wichtiger ist eine gesunde Ernährung. Die meisten Frauenärzte empfehlen den Schwangeren eine individuelle Substitution von Mineralstoffen, Eisen, Jodid und Folsäure.

Im Verlauf der Schwangerschaft sind zahlreiche Blutuntersuchungen für die gesunde Entwicklung des Kindes notwendig. Die Bestimmung der Blutgruppe und der Antikörper bei der Mutter sind von grosser Bedeutung (Anti-D-Prophylaxe).

Die Lage des Kindes oder der Kinder hat für die Planung und den Verlauf der Geburt eine Bedeutung. Die meisten Kinder werden auf natürlichem Weg geboren (vaginale Entbindung), allerdings ist unter bestimmten Indikationen eine operative Entbindung erforderlich (Kaiserschnitt, sectio caesarea).

In der normalen Schwangerschaft ist nahezu jeglicher Sport erlaubt, eine individuelle Beratung beim Frauenarzt klärt Sie über mögliche Risiken auf. Schwimmen ist für alle Schwangeren geeignet.

Die Körperpflege darf jede werdende Mutter nach ihrem Hautbild und ihrem Gefühl für Wohlbefinden entscheiden. Besonders sollten die Bauchdecken beachtet werden.

Schwangere und stillende Frauen haben einen speziellen Knochenstoffwechsel. Osteoporose kann in dieser Lebensphase infolge des physiologischen Verlusts an Knochendichte entstehen. Der Knochendichteverlust variiert und die zunehmende mechanische Belastung in der Schwangerschaft begünstigt Knochenbrüche. Wichtig für die Prophylaxe ist eine kalziumreiche Ernährung und eine knochenstoffwechselgesunde Lebensweise. Betroffene Frauen sollten nicht stillen, um weitere Knochendichteverluste zu vermeiden. Dann ist die Einnahme von Kalzium und Vitamin D möglich. Ein Osteoporose-Check bei Verdacht auf diese Knochenkrankheit ist sinnvoll.

illustration

Aktuelles

Vom 14. bis 23. 02. findet keine Sprechstunde statt. Eine Arzthelferin steht Ihnen fuer Terminvereinbarungen zur Verfuegung.