unter 20 Jahre
Der erste Besuch
Die "Pille"
Verhütungspflaster
Alternativen
Der erste Besuch
Der erste Besuch beim Frauenarzt oder bei der Frauenärztin ist für viele junge Mädchen und Frauen ein besonderer Schritt auf dem Weg der Entwicklung. Die Gründe für diesen Besuch sind sehr verschieden und individuell. Oft wird zum ersten Termin die beste Freundin oder auch die Mutter mitgebracht, sozusagen als "moralische Unterstützung". Ob die Begleitung mit zur Untersuchung kommen soll, liegt ganz in der Entscheidung von Ihnen. Einige Fragen werden vor der Untersuchung gestellt, auf die Sie sich schon zu Hause vorbereiten können:
- Wann war die erste Regelblutung? Wie ist der Monatszyklus, regelmäßig, schmerzhaft etc.? Wann war der erste Tag der letzten Regelblutung?
- Sind oder waren Sie schwer erkrankt? Welche Erkrankungen gibt es in der Familie?
- Wurden Sie gegen Röteln geimpft?
- Was ist der Anlass für Ihren Besuch beim Frauenarzt?
Nach diesen Fragen wird entschieden, ob eine Untersuchung notwendig ist. Angst vor der ersten Untersuchung ist völlig normal; alles wird aber genau erklärt.
Die "Pille"
Als Form der hormonalen Empfängnisverhütung hemmt die Pille den Eisprung (Ovulation) und /oder verändert die Schleimhaut in der Gebärmutter, so dass die Samenzellen (Spermien) nicht bis in die Eileiter vordringen können.
Wird die Pille zum ersten Mal verordnet, ist eine Analyse des Zyklus wichtig. Dazu werden Informationen über die Länge und Stärke der Regelblutung benötigt, ebenso zu Schmerzen. Bei einigen Teenagern treten während dieser Phase Probleme mit der Haut auf, die gesteigerte Talgproduktion führt oft zu Akne.
Es gibt Pillen mit unterschiedlichen Wirkmechanismen, Dosierungen und Hormonen, die jeweils individuell für die Anwenderin ausgesucht werden. In der Anamnese vor der Verordnung von Pillen werden Sie auch befragt, ob Sie Raucherin sind. Bitte antworten Sie ehrlich auf diese Frage, da bestimmte Pillen dann ggf. nicht für Sie geeignet sind.
Bitte wenden Sie sich bei allen Fragen, die zur Pilleneinnahme an uns!
Verhütungspflaster
EVRA®- Verhütungspflaster
Dieses Pflaster wird zur Verhütung im Abstand von 7 Tagen für 3 Wochen auf vorgeschlagene Stellen auf die Haut aufgeklebt. Diese Methode wird von den Frauen bevorzugt, die Schwierigkeiten mit dem Schlucken von Pillen haben und sich für eine der anderen Methoden, vor allem für die der Langzeitverhütung, nicht entscheiden wollen.
Der Wirkmechanismus ist wie die der Pille, aber transdermal (über die Haut).
Alternativen
Kondome
Die korrekte Anwendung durch den Partner ermöglicht eine Schwangerschaftsverhütung und gleichzeitig einen Schutz vor genitalen Infektionen.
Temperaturmethode
Die Messung der Morgentemperatur mit einem dafür vorgesehenem Thermometer kann die Ovulationszeit nahezu sicher im Zyklus bestimmen. Die Methode ist in ihrer Auswertung für den Zyklus verwendbar, bei Vorliegen von Messungen aus mehreren Monaten kann jede Frau für sich die "fruchtbaren" Tage bestimmen.
Portiokappe
Die Portiokappe ist eine weiche Gummikappe, die von der Frau über die Portio (Muttermund) gelegt wird und sich dort festsaugt. Dadurch wird das Aufwandern der Spermien in die Gebärmutter verhindert. Die längere Liegedauer (ca. 8 Stunden) nach dem Geschlechtsverkehr wird empfohlen. Die Kappe kann von der Frau selbst wieder entfernt werden
Diaphragma
Das Diaphragma liegt in der Scheide, ebenso wie die Portiokappe. Das Diaphragma saugt sich aber nicht fest und muss immer mit Gel zur Verhütung verwendet werden. Diese Gele haben eine spermienabtötende Substanz, wir empfehlen eine Beratung beim Frauenarzt, da Unverträglichkeiten auftreten können.






