Frauenärztin Dr. Friederike Gaudig, Berlin, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Beratung von Mädchen, Teenagern, Frauen mittleren Alters, Männern, Kinderwunschbehendlung, Schwangerschaftsbegleitung, Pränatale Diagnostik, Mutterschaftsvorsorge, Wechseljahre, Amalgam Belastungstest
 

Verhütung

Auf den folgenden Seiten finden Sie eine Auswahl von hormonalen und nichthormonalen empfängnisverhütenden Massnahmen, die aber nicht als abschliessend betrachtet werden kann und das Beratungsgespräch beim Frauenarzt nicht ersetzt.

Die "Pille"
Spiralen
Implanon und Nuva-Ring
Plaster und 3-Monatsspritze
Alternativen

Die "Pille"

Als Form der hormonalen Empfängnisverhütung hemmt die Pille den Eisprung (Ovulation) und /oder verändert die Schleimhaut in der Gebärmutter, so dass die Samenzellen (Spermien) nicht bis in die Eileiter vordringen können.

Es gibt Pillen mit unterschiedlichen Wirkmechanismen, Dosierungen und Hormonen, die jeweils individuell für die Anwenderin ausgesucht werden.

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Spiralen

  • Hormonspirale (Mirena®)

Die hormonhaltige Spirale verändert die Gebärmutterschleimhaut in lokaler Wirkung durch die Abgabe des weiblichen Hormons: Gestagen. Die Schleimhaut baut sich langsamer auf und am Gebärmutterhals bildet sich zäher Schleim, der für Spermien undurchlässig ist. Diese Spirale kann über ca. 5 Jahre das Hormon freigeben. Am Anfang, nach der Einlage, kann es gelegentlich zu Schmierblutungen kommen.

Eine weitere Besonderheit ist die deutlich verminderte Blutungsstärke, die bis zum Ausbleiben der Menstruation (Regelblutung) führen kann.

  • Kupferspirale

Während der Menstruation (Regelblutung) wird eine Spirale in die Gebärmutter (Uterus) eingesetzt, die mit Kupfer ummantelt ist. Durch die Freisetzung von Kupfer-Ionen wird die Gebärmutterschleimhaut verändert, die Beweglichkeit der Spermien gehemmt. Ein evtl. befruchtetes Ei kann sich in diesem Milieu nicht einnisten. Diese Spirale kann ca. 3 Jahre in der Gebärmutter verbleiben.

Die Blutung bei den Trägerinnen der Kupferspiralen ist wie gewohnt (ohnePille) oder verstärkt.

Die regelmässigen Kontrolluntersuchungen sollten in gleichen Abständen erfolgen, wie beim Nutzen anderer Verhütungsmassnahmen. Die korrekte Lage kann beim Ultraschall der Gebärmutter und/oder des kleinen Beckens kontrolliert werden.

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Implanon und Nuva-Ring

  • Implanon®

Das gestagenhaltige "Stäbchen" wird in den Oberarm appliziert. Es ist ein 4 cm langes und dünnes Stäbchen welches für die Langzeitwirkung eine bequeme Methode darstellt. Die Liegedauer und gleichzeitig sichere Schwangerschaftsverhütung besteht ca. 3 Jahre. Aufgrund der systemischen Wirkung besteht kein regelmässiger Zyklus, häufig kommt es zu verminderter Blutungsstärke und auch zum Ausbleiben der Menstruation (Amenorrhoe).

  • Nuva-Ring®

Ein von der Frau selbst einzuführender Ring, der "Träger" des Hormons zur Schwangerschaftsverhütung ist. Der Ring bleibt 21 Tage in der Scheide (Vagina) liegen und sorgt für einen sicheren Schwangerschaftsschutz. Für kurze Zeit kann er aus der Scheide entfernt werden, ohne Einschränkung der Verhütung. Nach einer 7 tägigen Einlagepause (und dabei Regelblutung) kann erneut die Ringeinlage stattfinden.

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Pflaster und 3-Monatsspritze

  • EVRA®- Verhütungspflaster

Dieses Pflaster wird zur Verhütung im Abstand von 7 Tagen für 3 Wochen auf vorgeschlagene Stellen auf die Haut aufgeklebt. Diese Methode wird von den Frauen bevorzugt, die Schwierigkeiten mit dem Schlucken von Pillen haben und sich für eine der anderen Methoden, vor allem für die der Langzeitverhütung, nicht entscheiden wollen.
Der Wirkmechanismus ist wie die der Pille, aber transdermal (über die Haut).

  • 3-Monats-Spritze

Wie der Name es bezeichnet, ist die Applikation in Form einer Injektion und im Abstand von 3 Monaten.
Die Blutungen sind unregelmässig, ggf. ausbleibend.

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Alternativen

  • Kondome

Die korrekte Anwendung durch den Partner ermöglicht eine Schwangerschaftsverhütung und gleichzeitig einen Schutz vor genitalen Infektionen.

  • Temperaturmethode

Die Messung der Morgentemperatur mit einem dafür vorgesehenem Thermometer kann die Ovulationszeit nahezu sicher im Zyklus bestimmen. Die Methode ist in ihrer Auswertung für den Zyklus verwendbar, bei Vorliegen von Messungen aus mehreren Monaten kann jede Frau für sich die "fruchtbaren" Tage bestimmen.

  • Portiokappe

Die Portiokappe ist eine weiche Gummikappe, die von der Frau über die Portio (Muttermund) gelegt wird und sich dort festsaugt. Dadurch wird das Aufwandern der Spermien in die Gebärmutter verhindert. Die längere Liegedauer (ca. 8 Stunden) nach dem Geschlechtsverkehr wird empfohlen. Die Kappe kann von der Frau selbst wieder entfernt werden

  • Diaphragma

Das Diaphragma liegt in der Scheide, ebenso wie die Portiokappe. Das Diaphragma saugt sich aber nicht fest und muss immer mit Gel zur Verhütung verwendet werden. Diese Gele haben eine spermienabtötende Substanz, wir empfehlen eine Beratung beim Frauenarzt, da Unverträglichkeiten auftreten können.

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